Nachwirkungen von NotPetya: FedEx verliert Dateien vermutlich endgültig

Die Diskussion über NotPetya ist unschön: es gibt viele Betroffene und wenig Möglichkeiten, um ihnen zu helfen. Diese massive Attacke verbreitete sich auf der ganzen Welt; die Ukraine war dabei das Hauptziel. Die ersten Aktionen und das Aussehen ließen ale glauben, dass es sich tatsächlich um eine Ransomware handelt. Eine Ransomware ist ein Malware-Typ, der bösartige Payloads liefert, die Prozesse von Datei-Entschlüsselungen einleiten. Kürzlich wurden einige Imitationen entdeckt: eine davon hieß Petya+.

Es wurde jedoch bald festgestellt, dass NotPetya kein Krypto-Virus, sondern eine Infektion anderer Art ist. Sicherheitsforscher kategorisierten es schnell als Disk-Wiper, der Betriebssysteme wahrscheinlich permanent beschädigt.

Um mehr über den Kontext zu erfahren, können wir Ihnen sagen, dass NotPetya via bösartigen Updates für M.E.Doc, einem ukrainischen Buchhaltungsprodukt verbreitet wurde. Deshalb wurde also nicht auf Leute mit wenigen Mitteln, um das Lösegeld zu bezahlen, abgezielt, sondern auf Computer-Netzwerke, die großen Unternehmen gehören. Bald nachdem sich der Sturm etwas gelegt hatte, versuchten die Hacker, ihr Einkommen zu erlangen und sogar die Lösung zur Infektion zu verkaufen.


NotPetya virus and FedEx

FedEx ist ein globaler Lieferservice, der einer der unglücklichn Betroffenen ist, die ihre von NotPetya verschlüsselten Daten wahrscheinlich nie wiederherstellen werden können. Repräsentanten von FedEx sagten aus, dass ihr Sevice wegen den Auswirkungen des Disk-Wipers für die nächste Zeit Schwierigkeiten haben werde. Mit diesen “Schwierigkeiten” sind mögliche Verspätungen bei Lieferungen und Bestellungen gemeint.

Das Unternehmen erklärt, dass es die Wiederherstellung der Daten nicht ausschließt (und wahrscheinlich sehr glücklich darüber sein würde), aber es wird nicht zugegeben, dass dies große Mühe brauchen und lange Zeit dauern wird. Zusätzlich wird von FedEx gesagt, dass die exakten vom verzögerten TNT- und Kundenservice ausgelösten Schäden noch nicht festgestellt wurden. Es ist schlimm für FedEx, dass es keine Versicherung hat, die die Schäden der Ransomware-Attacke bezahlt.

Wir haben bemerkt, dass viele Leute in ein Missverständnis greaten. Obwohl Hacker immer starker und aggressiver werden, interessieren sich nur wenige Leute für ihre Cyber-Sicherheit. FedEx hat definitiv nicht mit der Attacke eines Disk-Wipers gerechnet: wer hätte wissen können, dass so ein Unfall passieren würde?

Viele anderen von NotPetya betroffenen Services leiden immer noch unter Unannehmlickeiten: manche sind ernster und manche – eher kleiner. Es ist aber wichtig, sich zu merken, dass man seine Business-Daten entsprechend schützen muss. Wenn Sie ein regelmäßiger Internet-Nutzer sind, empfehlen wir Ihnen dringend, alle Dateien in Backup-Speichern abzuspeichern und hoffen, dass Ihr Gerät nicht von einer bösartigen Infektion angegriffen wird.

Quelle: securityweek.com

 
 
 
 
 

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